Brücken aus Zirkon

Brücken aus Zirkon

Genau so lange wie die Kronen aus Zirkon sind auch schon die Brücken aus Zirkon im Einsatz. Seit dem Jahr 2000 gibt es positiv eingegliederte Zirkonkronen und Zirkonbrücken in der Zahnmedizinischen Versorgung. Anfangs wurden maximal 3 gliedrige Brücken freigegeben, heute werden bis zu 14 Glieder bei Brückenkonstruktionen verarbeitet. Die Anzahl der ersetzten Brückenglieder sollte im Seitenzahnbereich maximal 3  betragen, im Frontzahnbereich maximal 4 Brückenglieder. Brücken aus Zirkon werden heutzutage im Seitenzahnbereich auch oft als vollanatomische Brücken verarbeitet und nur aus ästhetischen Gründen noch einflächig also buccal verblendet. Diese Art der Verblendung ist gleichzeitig zahnsubstanzschonend, kostengünstig und stabil. Da Zirkon ein schlechter Wärmeleiter ist, isoliert der Werkstoff den beschliffenen Zahn gut gegen Kälte und Wärme.

Je massiver die Brückenglieder und die Brücken Verbindungen in der Höhe gestaltet werden können umso stabiler ist die gesamte Brücke beim Kauen. Ein weiterer Vorteil der vollanatomischen Zirkonbrücke und -krone ist die hohe Belastbarkeit bei Bruxern und Knirschern. Daher kommt auch der Name Bruxzirkon-Krone oder-Brücke. Verblendkeramik ist deutlich weicher als Zirkon und ist daher deutlich empfindlicher beim Knirschen und Pressen und kann bei Extrembelastung auch abplatzen. Deswegen werden auch im Frontzahnbereich oft die Palatinalflächen (dem Gaumen zugewandten Seiten) der Pfeilerzähne oft gar nicht mehr verblendet, um substanzschonend und stabil zu arbeiten.

Zwei weitere Vorteile beinhaltet die Zirkonbrücke noch: zum einen ist der Preis der Einheit nicht gewichtsabhängig wie bei Gold sondern fix. Zum anderen ist die Belastung des Körpers bei großen Metallbücken relativ hoch, was bei Zirkon nicht festzustellen ist. Der menschliche Körper ist dankbar für jeden Werkstoff der nicht in Verbindung mit Speichel reagiert, dazu gehört besonders die Verblendkeramik und die Zirkonkeramik. Von daher ist der Werkstoff Zirkon in vieler Art ein innovativer moderner und sehr verträglicher Werkstoff für Kronen, Brücken, Teleskope und Zahnimplantate. Dies ist besonders positiv an der Mundschleimhaut rund um Kronen und Zirkonaufbauten auf Implantaten zu beobachten. Das Zahnfleisch legt sich regelrecht an den Kronenrand an und Zirkon reduziert eindeutig die Anlagerung von Plaque und Zahnstein.

Vorteile der Vollkeramikkrone, Teilkrone, Zirkonkrone und Zirkonbrücke:

 – sehr leicht, hauchdünn, hochästhetisch

– extrem stabil, auch für Marylandbrücken geeignet

– hohe Langzeitstabilität

– Zahnsubstanzschonend

– für Allergiker bestens geeignet

– biokompatibel und allergieneutral

– keine Bildung von dunklen Zahnrändern

– hervorragende kosmetische Ergebnisse

– Es isoliert den beschliffenen Zahn sehr gut – angenehmes Kalt-/Warmverhalten

– keine Wechselwirkungen mit anderen Metallen in der Mundhöhle

– Es ist bei Kronen und Brücken keine adhäsive Befestigung nötig (ein Vorteil bei schwer zugänglichen Bereichen)

– Der Einbau von Brückenteilungsgeschiebe bei Pfeilerdivergenz ist möglich

Weitere Einsatzgebiete für Zirkon:

– Zirkonkrone und Brücke auf Zahnimplantat

– Teleskopkrone und Brücke