Knirscherschienen

Knirschschienen (Bruxismus)

Zähneknirschen wird in vielen Fällen als ein Ventil für die Bewältigung von Stress, Sorgen und innerer Anspannung angesehen, wobei die Betroffenen selbst dieses vielfach gar nicht mitbekommen, da das Knirschen in der Nacht erfolgt. Die Schäden, die durch Zähneknirschen hervorgerufen werden, können immens sein. Zähneknirschen kann unter anderem Migräne, Muskelverspannungen, Ohrenschmerzen, Kiefergelenksentzündungen und sogar Tinnitus kann durch Zähneknirschen hervorgerufen werden. Außerdem werden natürlich auch die Zähne in Mitleidenschaft gezogen und ein Zahnarztbesuch ist irgendwann unausweichlich. Folgende Schäden können ebenfalls durch Zähneknirschen auftreten:

  • Der Zahnschmelz wird nachhaltig geschädigt.
  • Die Zähne verursachen Schmerzen bei Hitze und Kälte.
  • Der Kiefer schmerzt und macht Geräusche.
  • Zähne lösen sich im Kiefer.
  • Zahnschmerzen können auftreten.

Grundsätzlich unterscheidet man beim Zähneknirschen zwischen zentrischem und exzentrischem Bruxismus. Der Unterschied besteht darin, dass man die Zähne entweder gegeneinander reibt oder gegeneinander presst.

Zähne schützen

Wer Zähneknirschen behandeln möchte, der kann auf eine sogenannte Knirschschiene (Michiganschiene) zurückgreifen, die als sogenannte Aufbissschiene an die Zähne angepasst wird und meistens im Unterkiefer eingesetzt wird. Sie schützt den Zahnschmelz, den Kiefer und die Kiefergelenke während des nächtlichen Tragens. Knirschschienen dienen dabei ausdrücklich nicht der Behandlung des eigentlichen Zähneknirschens oder Zähnepressens, sondern Sie soll nur die Folgen eindämmen. Da eine Knirschschiene beim Tragen tagsüber oft als störend empfunden wird, trägt man die Knirschschiene fast immer nachts. Deshalb werden Knirschschienen oft auch als Nachtschienen oder Beißschienen bezeichnet.

Haltbarkeit einer Knirschschiene

Die Haltbarkeit einer Knirschschiene beträgt ungefähr 6 Monate, wenn man von einem durchschnittlichen Knirschverhalten während der Nacht ausgeht. Danach muss die Knirschschiene ersetzt werden. Wenn das Knirschverhalten nur eingeschränkt vorhanden ist und die Schiene regelmäßig gepflegt wird, dann kann Sie auch weitaus länger halten.

Knirschschienen bei Zahnfüllungen und Zahnersatz

Da anhaltendes Zähneknirschen auch Füllungen und vorhandenen Zahnersatz wir Brücken, Kronen, Inlays und Ähnliches gefährden kann, sollte man unbedingt auch bei vorhandenem Zahnersatz eine Knirschschiene tragen.