Verblendung für Zahnersatz

Verblendung für Zahnersatz

wozu dient eine Verblendung in der Zahntechnik und woraus besteht sie? Eine Verblendung deckt in der Regel immer etwas ab, so auch in der Zahntechnik. Die zahntechnische Verblendung deckt  immer Gerüstmaterialien ab, die aus Stabilitätsgründen für einen Zahnersatz benötigt werden, die aber nicht zahnfarben sind. Die zahntechnische Verblendung stellt also den sichtbaren, zahnfarbenen Teil der Zahnersatzversorgung dar. Verblendungen werden in verschiedensten Farben und Materialien in der Regel durch einen Zahntechniker in mehreren Schichten erstellt. Die Anzahl der Schichten richtet sich nach den ästhetischen Wünschen des Patienten und des Zahnarzt/ärztin.  

Verblendung in der Zahntechnik

Diese verschiedenen einzelnen Schichten besitzen  sowohl mehrere Farbstufen, sowie Transluzenzstufen und decken das darunterliegende Kerngerüst so gut  ab, dass der dunkle Kern von außen nicht mehr erkennbar ist. Die Kunst des Zahntechnikers liegt darin, die gewünschte Zahnfarbe und Zahnform oft in einer Wandstärke von unter einem Millimeter zu rekonstruieren. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Voll- und Teilverblendungen. Aus Kostengründen zahlen die gesetzlichen Krankenkassen nur eine Teilverblendung im sichtbaren Bereich, d. h. im Oberkiefer bis zum zweiten kleinen Backenzahn und im Unterkiefer nur bis zum ersten kleinen Backenzahn. Alle dahinterliegenden Verblendungen sind reine Privatleistung. Möchte ein Kassenpatient im sichtbaren Bereich eine Vollverblendung haben, so ist auch hier die Differenz zur Teilverblendung eine Privatleistung.  Verwendete Materialien sind: verschiedene Verblendkeramiken, Hochleistungs-Composite (Kunststoffe mit Keramikpartikeln gefüllt) und  Verblendkunststoffe (PMMA).     

Verblendung für Zahnersatz
Verblendung für Zahnersatz

Verblendschale Frontzahn Oberkiefer Zahn 11

Verblendung Zahntechnik Herstellung

Eine Verblendung von Zahntechnikerhand herzustellen, dauert bei einem geübten Zahntechniker in der Regel 1 Stunde. Aus diesem Grund wird zunehmend versucht, in der digitalen Zahntechnik die Verblendung weitgehend von Maschinen fertigen zu lassen, um die Gesamtkosten einer Krone oder Brücke für den Patienten deutlich zu senken. Ein erster großer Fortschritt in diese Richtung stellt die digital hergestellte, monolithische Zirkonkrone oder -brücke dar, bei der man heute schon bei der Herstellung  auf die Keramikverblendung  ganz oder teilweise verzichten kann. Eine weitere Möglichkeit zur Kostenersparnis bietet die 3-D Drucktechnik im Kunststoffbereich, die zur Zeit noch entwickelt wird und große Fortschritte macht.  

Verschiedene Verblendungsarten

Verblendung für Zahnersatz

Vollverblendung Backenzahn Oberkiefer 16

Verblendung für Zahnersatz

Teilverblendung Backenzahn Oberkiefer 16

Verblendung für Zahnersatz

Vollverblendung Frontzahnbrücke Oberkiefer Zähne 21,22,23

Verblendung für Zahnersatz

Teilverblendung Frontzahnbrücke Oberkiefer Zähne 21,22,23

Verblendung für Zahnersatz

Vollverblendung Frontzahn Oberkiefer Zähne 21,22,23 von vorne

Verblendung für Zahnersatz

Vollverblendungen Backenzähne Oberkiefer Zähne 24,25,26,27

Verblendung mit einer Keramikstufe

Eine weitere Variation der Keramikverblendung ist die Keramikstufe am Kronenrand. Diese Variation wird überwiegend bei Mertall-Keramikgerüsten im Frontzahnbereich eingesetzt, um ein Durchschimmern der Metallränder im Zahnhalsbereich, der Krone zu vermeiden. Bei den heutigen transluzenten und zahnfarbenen Zirkonkeramiken, wird die Keramikstufe bei Zirkongerüsten nur noch ganz selten benötigt.

 

Verblendung für Zahnersatz

Frontzahn Metallkeramik-Kronen 22 und 23 mit einer Keramikstufe am Zahnhals